VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Gutes Gespräch

    Nach dem Brandanschlag: Innstaatssekretär Torsten Geerdts und VNW-Direktor Andreas Breitner trafen sich mit Vertretern von Vonovia und der Polizei.

    22/2020

    Kiel. Schleswig-Holsteins Innenstaatssekretär Torsten Geerdts und VNW-Direktor Andreas Breitner haben sich am Donnerstag in der Kieler Zentrale des Wohnungsunternehmens Vonovia mit Vertretern des Unternehmens und der Polizei zu einem Gespräch getroffen. Anlass war der Brandanschlag vermutlich linksradikaler Täter auf ein Bürogebäude von Vonovia in Kiel am vergangenen Wochenende. 

    Torsten Geerdts, Staatssekretär im Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration, mahnte, dass man den Anfängen wehren müsse. Derartige Taten dürften von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden, sondern man müsse konsequent dagegen vorgehen. Ihn treibe vor allem die Sorge um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wohnungsunternehmens um, sagte Geerdts.

    VNW-Direktor Breitner zufrieden mit dem Gespräch

    VNW-Verbandsdirektor Andreas Breitner verwies darauf, dass sich der Brandanschlag in eine Vielzahl jüngster Angriffe auf Wohnungsunternehmen einreihe. So seien beispielsweise in Berlin Dienstfahrzeuge von Wohnungsgenossenschaften in Brand gesetzt und in Leipzig die Mitarbeiterin eines Immobilienbüros körperlich angegriffen worden.

    „Gewalt verunsichert die Menschen und lässt sie verstört zurück“, sagte Breitner. Er sei besorgt darüber, dass die Gewalttäter weitere Taten in Schleswig-Holstein angekündigt hätten. „Das klingt nicht nur bedrohlich, sondern ist es auch. Vor allem ist es geeignet, Menschen und deren Leben zu gefährden“, sagte Breitner.

    „Gewalt ist keine Lösung und wird konsequent bekämpft. Das ist das Fazit unseres Gespräches mit Innenstaatssekretär Torsten Geerdts, der Führung der Kieler Polizei und den zuständigen Ermittlern. Die Polizei ermittelt, beobachtet und schützt. Sie erfüllt damit genau die Erwartung des Unternehmens und wirkt beruhigend auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

    Nach den Worten von Nils Bartels, Vonovia-Regionalbereichsleiter Kiel, hat der Brandanschlag für erhebliche Verunsicherung unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geführt. Schmierereien und Beschimpfungen seien nicht ungewöhnlich. Ein Brandanschlag sei allerdings eine neue Qualität. Es sei ein gutes Zeichen, dass die Polizei derzeit verstärkt Präsenz zeige und sich Innenministerium wie VNW um das Thema kümmerten.

    Der Vonovia-Regionalbereichsleiter erklärte, das Unternehmen habe in der Region kaum Leerstand und vermiete wöchentlich zwischen 40 und 50 Wohnungen neu - „und zwar an Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft“. Man plane auch keine Luxussanierung, fügte Bartels hinzu. Die Täter hatten dem Wohnungsunternehmen in einem Bekennerschreiben vorgeworfen, den Wohnraum zu verknappen und überhöhte Mieten zu fordern.

    Schutzmaßnahmen der Polizei wurden intensiviert

    Vertreter der Polizei berichteten, dass nach dem Brandanschlag die Schutzmaßnahmen für Vonovia-Objekte intensiviert worden seien. So werde derzeit häufiger Streife gefahren und die Beamten in den  Streifenwagen seien entsprechend sensibilisiert. Zudem bot die Polizei an, das Unternehmen bei den eigenen Sicherheitsvorkehrungen mit fachlichem Rat zu unterstützen. Alle Möglichkeiten der Zusammenarbeit sollten genutzt werden. Dazu gehöre auch, dass jeder Vorfall zur Anzeige gebracht werden solle.

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 378 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 738.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,92 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: VNW