VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Grunderwerbsteuer senken!

    VNW-Direktor Andreas Breitner fordert von der Kieler Landesregierung: "Wer bezahlbaren Wohnraum will, muss die Grunderwerbsteuer senken."

    Nordrhein-Westfalen will die Grunderwerbsteuer offenbar noch in dieser Legislaturperiode senken. Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) kündigte an, „dass wir bis 2022 bei der Grunderwerbsteuer ein positives Signal setzen werden“, heißt es in Medienberichten.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Nordrhein-Westfalens Ankündigung macht Mut. Im Westen hat man den Zusammenhang zwischen hoher Steuerbelastung und bezahlbarem Wohnen verstanden. In Schleswig-Holstein Ist man scheinbar noch nicht so weit. Die Landesregierung sollte folgen und ebenfalls möglichst bald die Grunderwerbsteuer senken. Eine hohe Grunderwerbsteuer beeinträchtigt den Bau bezahlbarer Wohnungen. Also runter mit der Steuer und her mit mehr Wohnungen!“

    Eine hohe Grunderwerbsteuer verteuert den Neubau von Wohnungen erheblich. Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften bieten bezahlbare Wohnungen zur Miete an. Sie werden durch eine hohe Grunderwerbsteuer in besonderem Maße belastet. Wird die Steuer aber gesenkt, hilft das, die von der Politik versprochene Schaffung bezahlbaren Wohnraums umzusetzen. Angesichts der sprudelnden Steuereinnahmen dürften die Steuerausfälle von den Bundesländern zu verkraften sein.“

    In Schleswig-Holstein liegt die Grunderwerbsteuer derzeit bei 6,5 Prozent. Das ist bundesweit unter allen Ländern der Spitzensteuersatz.  Die Grunderwerbsteuer fällt beim Erwerb eines Grundstücks oder Grundstückteils an und orientiert sich am Kaufpreis. Sie ist eine Ländersteuer, die diese an die Kommunen weiterreichen können. Die Bundesländer nahmen im Jahr 2016 durch die Grunderwerbsteuer rund 13 Milliarden Euro ein. Das war ein Plus von 270 Prozent gegenüber 2009.

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen.

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