VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Greifswald ist gut aufgestellt

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur Diskussion über die Senkung der Kappungsgrenze in Greifswald: "Mehr Förderung für Plattenbauten wäre sinnvoller."

    132/2020

    Nach Rostock soll für Greifswald die sogenannte Kappungsgrenze bei Mietpreiserhöhungen gesenkt werden. Das Schweriner Landeskabinett behandelte dazu am Dienstag die Änderung der Mietpreisbegrenzungs- und Kappungsgrenzenlandesverordnung und machte den Weg für die Verbandsanhörung freig. Künftig sollen Vermieter die Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen dürfen. Allerdings darf sich die Miete innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 20 Prozent (Kappungsgrenze) erhöhen. In Gebieten, in denen die Wohnungsknappheit besonders groß ist, kann diese Kappungsgrenze für maximal fünf Jahre auf 15 Prozent gesenkt werden.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Gut, dass sich die Schweriner Landesregierung für das bezahlbare Wohnen stark macht. Allerdings muss sie dabei ausgewogen vorgehen. Gut die Hälfte aller in Greifswald angebotenen Mietwohnungen werden von der stadteigenen Wohnungsgesellschaft oder der Wohnungsgenossenschaft angeboten.

    Beide Unternehmen sind als VNW-Mitgliedsunternehmen Vermieter mit Werten und sorgen mit bezahlbaren Wohnungen und niedrigen Mieten dafür, dass Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen sich das Wohnen in der Hansestadt leisten können. Stadt und Land haben in Greifswald also genügend Möglichkeiten, den Wohnungsmarkt zu beeinflussen.

    Hinzu kommt, dass Greifswalder VNW-Unternehmen besonders aktiv das Landesförderprogramm „Wohnungsbau sozial“ nutzen und so dafür sorgen, dass kurz- und mittelfristig in der Hansestadt bezahlbare Mietwohnungen geschaffen werden. Ihnen wäre besonders geholfen, wenn auch die Ertüchtigung von Plattenbauten mehr und besser als bisher gefördert werden würde. Gerade angesichts der Herausforderungen des Klimaschutzes werden hier in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen notwendig. Dabei gilt es, die sozialen Vermieter zu unterstützen.“

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 389 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 742.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 6,04 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg(at)vnw.de

    Foto: Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH Greifswald