VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Geschosswohnungsbau kommt zu kurz

    In Mecklenburg-Vorpommern boomt der Wohnungsbau. 2017 wurden so viele Wohnungen genehmigt wie lange nicht, aber ... 

    In Mecklenburg-Vorpommern sind dem Statistischen Landesamt zufolge im vergangenen Jahr so viele Wohnungen genehmigt worden wie seit Jahren nicht. Allerdings werde nur gut die Hälfte der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern errichtet. Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Ich begrüße, dass in Mecklenburg-Vorpommern wieder Wohnungen genehmigt und gebaut werden. Nur durch Neubau lässt sich das Angebot bezahlbarer Wohnungen steigern und – vor allem in Städten wie Rostock oder Greifswald – der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt entgegenwirken.“

    „Allerdings stimmt die Tatsache bedenklich, dass nur etwas mehr als die Hälfte der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entstehen sollen: der Geschosswohnungsbau kommt zu kurz“, sagt der VNW-Direktor. „Um die große Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum zu befriedigen, sollten die Städte und Gemeinden verstärkt auf den Geschosswohnungsbau setzen.“

    Nach den Worten von Breitner müssten gerade im ländlichen Raum in den kommenden Jahren zahlreiche Plattenbauten, die noch aus DDR-Zeiten stammten, abgerissen werden. „Die Wohnungen sind nicht altersgerecht und zudem schwer an jüngere Interessenten zu vermieten. Aber die Gebäude vor allem durch Ein- oder Zweifamilienhäuser zu ersetzen, wird nicht funktionieren“, sagt Breitner.

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern 70 Wohnungsgenossenschaften und 72 kommunale Wohnungsgesellschaften. Die Verbandsunternehmen bewirtschaften rund 276.000 Wohnungen. Ihr Anteil am Mietwohnungsbestand liegt bei 55 Prozent.

    Im vergangenen Jahr investierten die VNW-Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern rund 454 Millionen Euro in den Neubau, die Instandhaltung und die Modernisierung von Wohnungen. Rund 620 Wohnungen wurden fertiggestellt. Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,07 Euro pro Quadratmeter.

    Foto: Fotolia/ArTo