VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Gegen exorbitante Mietsteigerungen

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur Gesetzesänderung gegen Mietwucher: "Eine Möglichkeit, schwarzen Schafen das Handwerk zu legen."

    35/2020

    Der Landesverband des Deutschen Mieterbundes fordert die Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern auf, einer möglichen Gesetzsänderung gegen Mietwucher zuzustimmen. Vermieter, die eine Miete von mehr als 20 Prozent über der ortsüblichen Miete verlangen, würden eine Ordnungswidrigkeit begehen. Dafür müsse der Mieter aber nachweisen, dass seine Notlage ausgenutzt wurde, was in der Praxis fast nie der Fall sei. Dies solle mit einer Gesetzesänderung einfacher gehen.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)

    „Eine Gesetzesänderung gegen Mietwucher zeigt, dass ein besserer Schutz von Mieterinnen und Mieter vor exorbitanten Mietsteigerungen möglich ist, ohne dabei den Wohnungsunternehmen, die bezahlbaren Wohnraum anbieten, nachhaltig zu schaden. Eine entsprechende Gesetzesänderung würde es den Behörden ermöglichen, den wenigen schwarzen Schafen, die die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt für die Maximierung eigener Gewinne schamlos ausnutzen, das Handwerk zu legen. Die Behörden müssten dieses Instrumentarium künftig aber auch nutzen und nicht weiterhin die Auseinandersetzungen vor Gericht scheuen.“

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 378 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 738.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,92 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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