VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Gefahr für den sozialen Wohnungsbau

    Linke und CDU fordern, die Saga solle die Mieten einfrieren. Sie schaden damit aber nur dem Bau bezahlbaren Wohnraums.

    Die Hamburgische Bürgerschaft diskutierte am Mittwoch die angespannte Lage auf dem Hamburger Wohnungsmarkt. Zudem beantragte die Fraktion „Die Linke“, Mieterhöhungen bei der Saga Unternehmensgruppe auszusetzen. Die CDU unterstützt das Ansinnen und plädiert dafür, die SAGA-Mietpreise für einen Zeitraum von fünf Jahren zu fixieren.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Der Vorschlag, trotz ständiger Steigerung der Wohn- und Baukosten die Mieten der SAGA Unternehmensgruppe einzufrieren, ist betriebswirtschaftlicher Unsinn und gefährdet den dringend erforderlichen Neubau von bezahlbarem Wohnraum. Die Gewinne der SAGA versickern nicht im städtischen Haushalt, sondern werden bisher zu 100 Prozent in die Sanierung der Wohnungsbestände und den Neubau von bezahlbarem Wohnraum investiert. Das ist klug und wirkungsvoll für den engen Hamburger Wohnungsmarkt. Nur so kann die SAGA ihr Neubauprogramm finanzieren und realisieren.“

    „Wer aus populistischen Motiven Mieterinnen und Mietern nach dem Mund redet, muss im gleichen Atemzug Wohnungssuchenden erklären, dass der dringend benötigte bezahlbaren Wohnraum fehlen wird. Das Einfrieren von Mieten eines Vermieters, der mit einer durchschnittlichen Miete von 6,44 Euro pro Quadratmeter eh schon niedrige Mieten auf dem Hamburger Wohnungsmarkt anbietet, hemmt die Sanierung und Wohnungsneubau und schadet dem bezahlbaren Wohnen. Beim Populismus setzt hier scheinbar der Verstand aus. Also Finger weg davon.“

    Foto: T. Stäbler/ SAGA