VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Ganze Stadt im Blick behalten

    VNW-Direktor Andreas Breitner zum SPD-Wahlprogramm: Künftiger Senat muss dem Wohnungsbau weiterhin Priorität einräumen.

    216/2019

    Die Hamburger SPD will auf ihrem außerordentlichen Landesparteitag in Wilhelmsburg ihr Programm für die anstehende Bürgerschaftswahl beschließen. Wohnungsbau bleibt dem vorab bekannt gewordenen Programmentwurf ein Schwerpunktthema. So sollen auch in den kommenden Jahren jährlich 10.000 Wohnungen gebaut werden. Allerdings soll der Anteil an Sozialwohnungen von bislang 3.000 auf 4.000 gesteigert werden. Zudem wollen die Sozialdemokraten die Mietpreisbindung für Sozialwohnungen grundsätzlich auf 30 Jahre festlegen.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „In Hamburg müssen auch in den kommenden Jahren bezahlbare Wohnungen in erheblicher Zahl gebaut werden. Daran führt kein Weg vorbei, wenn die Lage auf dem Wohnungsmarkt entspannt werden soll. Die Zielmarke von 10.000 Wohnungen ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Inzwischen sind alle leicht zu bebauenden Grundstücke bebaut. Zudem müssen die Wohnungsunternehmen mit höheren Baukosten zurechtkommen.

    Die jüngst veröffentlichten Untersuchungen zum Hamburger Wohnungsmarkt haben gezeigt, dass der Bau von mehr als 50.000 Wohnungen seit dem Jahr 2011 etwas gebracht hat. Sowohl die CRES-Studie - eine Untersuchung von rund 270.000 Mietverträgen - als auch der Mietspiegel 2019 belegen, dass sich der Anstieg der Nettokaltmieten in der Hansestadt deutlich verlangsamt hat und inzwischen unter der allgemeinen Preissteigerungsrate liegt.

    Der CRES-Studie zufolge beträgt die monatliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter im Durchschnitt 8,21 Euro. 90 Prozent aller monatlichen Nettokaltmieten in Hamburg liegen demnach unter 10,89 Euro pro Quadratmeter. Davon können die Mieterinnen und Mieter in München oder Frankfurt/Main nur träumen. Der Mietspiegel kommt auf eine durchschnittliche Nettokaltmiete pro Monat in Höhe von 8,66 Euro pro Quadratmeter. Der höhere Wert gegenüber der CRES-Studie liegt unter anderem darin begründet, dass im Mietspiegel öffentlich geförderte bezahlbare Wohnungen nicht berücksichtigt werden.

    Es zeigt sich also, dass die Arbeit im Bündnis für das Wohnen Früchte trägt, die allen Mieterinnen und Mietern in Hamburg zu Gute kommen. Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsunternehmen tragen mit ihren günstigen Mieten massiv dazu bei, dass Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen sich auch künftig leisten können, in Hamburg eine Wohnung zu mieten. Die monatliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen im Durchschnitt bei 6,79 Euro.

    Die Wohnungspolitik der vergangenen Jahre fortzusetzen ist das Gebot der Stunde. Nur so können auch die Herausforderungen des Klimaschutzes gemeistert und Ökologie und Wohnungsbau miteinander versöhnt werden. Vor allem Mieterinnen und Mieter mit mittlerem oder geringem Einkommen gewinnt man nicht, wenn man ihnen mehr Lasten aufbürdet. Ein künftiger Senat muss immer tatsächlich die ganze Stadt im Blick haben.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 371 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: HANSA Baugenossenschaft/Steven Haberland