VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Falsche Entscheidung von Seehofer

    Weil der bisherige Verfassungsschutzchef Maaßen ins Innenministerium wechselt, muss Baustaatssekretär Gunther Adler in den Ruhestand.

    Der bisherige Verfassungsschutzchef Maaßen wechselt als Staatssekretär mit Schwerpunkt Sicherheit ins Innenministerium. Baustaatssekretär Gunther Adler wird in den Ruhestand versetzt.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die Versetzung von Baustaatssekretär Gunther Adler in den Ruhestand ist ein Schlag in das Gesicht der Wohnungswirtschaft. An diesem Freitag findet der Wohngipfel im Kanzleramt statt. Zwei Tage zuvor entlässt der Bundesbauminister den einzigen Fachmann auf der Leitungsebene des Bauministeriums. Er konterkariert den Wohngipfel und brüskiert eine ganze Branche.“

    „In Deutschland werden in den kommenden Jahren 1,5 Millionen neue Wohnungen gebraucht. Allein im Norden sind es 20.000 Neubauten pro Jahr. Eine Herkulesaufgabe, bei deren Lösung dem Bund eine Schlüsselaufgabe zukommt. Der Bundesbauminister Seehofer signalisiert der Branche, dass mit ihm beim Thema Bauen nicht zu rechnen ist.“

    „Gunther Adler ist parteiübergreifend in der Branche hoch angesehen, war häufiger Gast bei den wohnungswirtschaftlichen Veranstaltungen im Norden und sollte am kommenden Montag als anerkannter Bauexperte bei der VNW-Arbeitstagung auf dem Podium sitzen. Horst Seehofer spielt mit dem Erfolg der Wohnungsbaukonjunktur, in dem er personell die falschen Schwerpunkte setzt. Schade. Chance vertan.“

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt in den drei Bundesländern bei den VNW-Mitgliedsunternehmen bei 5,74 Euro.

    Foto: Bundesregierung/Sandra Steins