VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Der falsche Weg

    VNW-Direktor Andreas Breitner lehnt den von der Stadt Grimmen geplanten Verkauf des städtischen Wohnungsunternehmens ab. 

    In Grimmen ist der Verkauf der stadteigenen Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) mbH geplant. Die Verkaufspläne von Bürgermeister Benno Rüster (CDU) sollen am kommenden Montag auf einer Sitzung des Hauptausschusses besprochen werden.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „In einer Zeit, in der die Errichtung von bezahlbaren Wohnungen zu den wichtigsten politischen Zielen gehört, ist der Verkauf eines städtischen Wohnungsunternehmens grundsätzlich falsch und unsinnig. Die Kommunalpolitiker berauben sich damit der einzigen Möglichkeit, die eigene Stadt nachhaltig zu entwickeln. Ein einmal verkauftes Wohnungsunternehmen ist für immer dem direkten Einflussbereich der Stadt entzogen. Dass Grimmen nicht aus den Fehlern anderer, auch norddeutscher Städte lernt und immer noch auf Privatisierung setzt, stellt der Stadt ein ungenügendes Zeugnis aus. Fehler kann man machen, aber man sollte so klug sein und aus Ihnen zu lernen.“

    In Mecklenburg-Vorpommern gehören dem VNW derzeit 70 Genossenschaften und 72 Gesellschaften an. 52 Prozent aller Mietwohnungen im Land werden von ihnen angeboten. VNW-Unternehmen errichteten im vergangenen Jahr 538 bezahlbare Wohnungen. In diesem Jahr sollen es 768 Wohnungen werden. Die durchschnittlich Nettokaltmiete pro Quadratmeter lag bei VNW-Unternehmen im Jahr 2017 bei 5,13 Euro. Das liegt deutlich unter den Werten der örtlichen Mietspiegel.

    Foto: Fotolia/Elke Hötzel