VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Faire Preise für Grundstücke nötig

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur Entwicklung der Grundstückspreise in Hamburg: "Steigende Preise gefährden bezahlbares Wohnen."

    137/2019

    Die Preise für Häuser, Wohnungen und Grundstücke sind im vergangenen Jahr in Hamburg um mindestens fünf Prozent gestiegen. Das ergab die offizielle Auswertung der notariell abgeschlossenen Kaufverträge durch den Gutachterausschuss für Grundstückswerte, die am Mittwoch in der Hansestadt veröffentlicht wurde.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die anhaltende Verteuerung von Grundstücken und die exorbitant gestiegenen Baukosten sind die beiden Hauptgründe, warum es immer schwieriger wird, in Hamburg bezahlbaren Wohnraum zu errichten. Wer auf der einen Seite Wohnungen zu einem Mietpreis anbietet, der unter dem Durchschnittswert des Mietspiegels liegt, kann auf der anderen Seite keine Spitzenpreise für Grundstücke bezahlen.

    Die im VNW organisierten Wohnungsunternehmen sind sogenannte Bestandshalter und haben bei ihrer geschäftlichen Tätigkeit keine Maximalrendite im Blick. Allerdings müssen auch sie zumindest eine schwarze Null schreiben, wenn sie auf Jahrzehnte hinaus solide wirtschaften wollen. Für sie ist es daher fast unmöglich, derart überteuerte Grundstücke zu erwerben.

    Dadurch aber drohen gerade jene Unternehmen beim Bau von Wohnungen auszufallen, die in den vergangenen Jahren die allermeisten günstigen Mietwohnungen errichteten. Die Stadt ist angesichts der am Mittwoch veröffentlichten Zahlen mehr denn je gefordert, städtische Grundstücke zu fairen Preisen an Wohnungsunternehmen zu verkaufen, die auf Jahrzehnte hinaus günstige Mieten zusagen.

    Mietpreisbremse, eine Senkung der Kappungsgrenze oder gar ein Mietendeckel – all diese politischen Ideen haben nicht die geringste Auswirkung auf die Entwicklung bei den Preisen von Grundstücken.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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