VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Erfolg pragmatischer Politik

    VNW-Direktor Andreas Breitner zum Ausgang der Bürgerschaftswahl in Hamburg: "Jetzt das Bündnis für das Wohnen um den Schutz des Klimas erweitern."

    31/2020

    Die Sozialdemokraten haben nach ersten Hochrechnungen die Hamburger Bürgerschaftswahl gewonnen und werden aller Voraussicht nach in den kommenden fünf Jahren den Senat der Hansestadt führen und den Ersten Bürgermeister Hamburgs stellen. Die Grünen haben ihren Stimmenanteil voraussichtlich mehr als verdoppeln können.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Ich gratuliere herzlich Bürgermeister Peter Tschentscher und der Hamburger SPD, aber auch den Grünen, die bei dieser Wahl ihren Stimmenanteil voraussichtlich mehr als verdoppelt haben.

    Einer der Gründe für den Wahlerfolg dürfte die Wohnungspolitik der vergangenen fünf Jahre gewesen sein. Das zwischen Stadt und Wohnungswirtschaft geschlossene Bündnis für das Wohnen hat erneut eine Bewährungsprobe bestanden. Ja, die Menschen in Hamburg treiben steigende Wohnkosten um. Und ja: In dem Bündnis wurden die richtigen Antworten auf diese Sorgen gefunden.

    Der Bau von mehr als 55.000 Wohnungen seit 2011, darunter mehr als 20.000 öffentlich gefördert, hat dazu geführt, dass die Mieten in der Hansestadt zuletzt deutlich langsam stiegen als die allgemeinen Preise. Die Grundlage dafür wurde im Bündnis für das Wohnen gelegt. 

    Es ist richtig: nicht jeder wird in einer ‚Sehnsuchtsstadt’ wie Hamburg seine Wunschwohnung in seinem Wunschstadtteil finden. Aber Hamburg hat viele schöne Ecken, und unter dem Strich ist ausreichend bezahlbarer Wohnraum vorhanden.

    All die guten Wohnungsbauzahlen erlauben kein Zurücklehnen. Auch wenn die pragmatische Wohnungspolitik des bisherigen Senats am heutigen Sonntag von den Wählerinnen und Wählern bestätigt wurde, so gilt es auch künftig, populistischen Forderungen den Nährboden zu entziehen. Am ehesten gelingt das, indem in Hamburg weiterhin bezahlbare Wohnungen in nennenswertem Umfang errichtet werden.

    Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften stehen als Vermieter mit Werten bereit, das bezahlbare Wohnen in Hamburg auf Dauer zu sichern. Wir hoffen auf eine Neuauflage des Bündnisses für das Wohnen und halten es – wie bereits im Bündnis besprochen - für sinnvoll, es zu einem ‚Bündnis für das Wohnen und das Klima‘ zu erweitern.

    Die große Herausforderung der kommenden Jahre besteht darin, bezahlbares Wohnen und Klimaschutz miteinander zu versöhnen. Das geht am besten, wenn man auf gleicher Augenhöhe darüber spricht. Alleingänge der Politik beim Klimaschutz sind kontraproduktiv und führen am Ende zu nichts. 

    Nur wenn die Wohnungswirtschaft mitgenommen wird, können die ambitionierten Einsparziele beim CO2-Ausstoß erreicht werden. Und eines ist auch klar: Klimaschutz gegen den Wunsch der Mieterinnen und Mieter nach bezahlbarem Wohnen durchsetzen zu wollen, das wird nicht gelingen. Wir freuen uns darauf, mit dem neuen Senat ein Bündnis für das Wohnen und das Klima zu vereinbaren. Dafür reichen wir unsere Hand.“

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 378 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 738.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,92 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: Bertold Fabricius/VNW