VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Entspannung durch Wohnungsbau

    VNW-Direktor Andreas Breitner: VNW-Unternehmen errichteten in den vergangenen drei Jahren im Nordosten rund 1600 Wohnungen.

    204/2019

    Nach Jahren kräftig steigender Mieten in vielen deutschen Städten verzeichnen Experten in Mecklenburg-Vorpommern Anzeichen für eine Beruhigung am Mietwohnungsmarkt. Im dritten Quartal lagen die Neuvertrags- und Angebotsmieten beispielsweise in Rostock mit 6,58 leicht unter dem Niveau von vor einem Jahr von 6,66 Euro, wie der Immobilienspezialist F+B am Donnerstag mitteilte. Im Landkreis Rostock stagnierten die Neuvertrags- und Angebotsmieten bei durchschnittlich 5,91 Euro, in der Stadt Güstrow stiegen sie um drei Cent auf 5,36 Euro.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die aktuelle Zahlen von F+B bestätigen einen Trend der vergangenen Monate. Im Bereich der Mieten scheint die extreme Entwicklung nach oben vorbei. Aus meiner Sicht ist die Entwicklung Folge des verstärkten Wohnungsbaus im Lande. Allein die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften bauten allein in den vergangenen drei Jahren in Mecklenburg-Vorpommern rund 1600 Wohnungen. Die meisten davon sind öffentlich gefördert und damit bezahlbar. Mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete pro Quadratmeter von 5,21 Euro liegen die VNW-Wohnungen in den allermeisten Fällen unter dem örtlichen Mietendurchschnitt

    Keine Frage: die Lage auf den Wohnungsmärkten der Zentren wie Rostock und Greifswald bleibt angespannt. Vor allem Haushalte mit mittlerem oder geringem Einkommen haben es schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. An dieser Situation lässt sich jedoch nur durch den Bau von Wohnungen etwas ändern. Die Landesregierung darf dabei aber die ländlichen Regionen nicht vergessen. Hier stünden oft in die Jahre gekommene Wohnungen älteren Typs leer. Deren Abriss und zugleich den Bau moderner Wohnungen mit nachgefragten Grundrissen zu fördern, gehört ebenso zu den Aufgaben der Regierenden.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: Frank Molter/dpa