VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Meldungen

    Eine schlechte Nachricht

    VNW-Direktor Andreas Breitner zum Umsatzrückgang im Wohnungsbau in Mecklenburg-Vorpommern: Es bleibt schwierig für all jene, die eine bezahlbare Wohnung suchen.

    63/2019

    Der Wohnungsbau in Mecklenburg-Vorpommern hat sich im vergangenen Jahr trotz Wohnraummangels negativ entwickelt. Der Bauverband meldete am Montag einen Umsatzrückgang in dem Bereich um zehn Prozent zum Vorjahr. Auch 2019 dürfte verhalten anlaufen: Letztes Jahr genehmigten die zuständigen Behörden laut Statistischem Landesamt den Bau von durchschnittlich 532 Wohnungen pro Monat. 2017 waren es 569 gewesen. Allerdings erhöhten die Behörden zum Jahresende hin die Schlagzahl: So wurde im Dezember vergangenen Jahres der Bau von 994 Wohnungen genehmigt, 24 mehr als im Vorjahresmonat.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Der Umsatzrückgang in der Bauwirtschaft beim Wohnungsbau ist eine schlechte Nachricht und sollte alarmieren. Auf der Strecke bleibt vor allem der Bau bezahlbarer Wohnungen. Die Gekniffenen sind die Menschen, die über weniger Einkommen verfügen. Für sie bleibt es schwierig, vor allem in besonders nachgefragten Regionen wie Rostock, Greifswald oder an der Ostseeküste und auf den Inseln eine Wohnung zu finden.

    Schuldzuweisungen sind jedoch fehl am Platze. Die Landesregierung hat jüngst die Förderrichtlinien überarbeitet, so dass die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften jetzt Planungssicherheit haben.

    Neben den bürokratischen Hemmnissen ist die Bauwirtschaft gefordert. So würden viele im VNW organisierte Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften gern Bauaufträge vergeben. Es ist für sie inzwischen jedoch schwierig, Unternehmen zu finden, die diese Aufträge umsetzen. Wenn auf Ausschreibungen kein oder nur ein Bieter reagiert, ist es naturgemäß schwierig, den günstigsten auszusuchen.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: dpa/Jens Büttner