VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Ein vorbildliches Projekt

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur Einweihung des Wohnprojekts "Levenslust" in Norderstedt: "Das steht für einen echter Vermieter mit Werten."

    32/2020

    Norderstedt. Am Exerzierplatz in Norderstedt entwickelt die ADLERSHORST Baugenossenschaft eG einen Wohnpark mit besonderem Charakter. In vier Bauabschnitten entsteht das Projekt „Levenslust“, das für Familien, ältere Menschen, Singles, Paare geeignet ist. Am 26. Februar 2020 wurde in Norderstedt ein erster Abschnitt des Wohnprojekts eingeweiht.

    Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), würdigte das Vorhaben als vorbildlich. „Hier kommt alles zusammen, was wir beim Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen im Bereich Wohnungsbau wichtig finden“, sagte der Direktor und führte fort: „Hier gibt es bezahlbare, altersgerechte und geförderte Wohnungen und solche für das mittlere Preissegment.“ Ergänzt werde das Ganze durch eine öffentliche Begegnungsstätte und eine altersgemäße Betreuung. „Hier kann man - so wie es viele Menschen möchten - bis an sein Lebensende in seinen vertrauten vier Wänden in Würde leben. Das ist ein herausragendes Wohnprojekt, das für einen echter Vermieter mit Werten steht. Herzlichen Glücklich an die Adlershorst und herzlichen Glückwunsch an den VNW für so ein tolles Mitglied.“

    Uwe Wirries, Vorstandsvorsitzender der ADLERSHORST Baugenossenschaft eG, verwies darauf, dass sich das Projekt durch verschiedene Services und Angebote auszeichnet, wie beispielsweise den im Quartier ansässigen DRK-Dienst mit einem 24-Std. Notruf, Gemeinschafts- und Veranstaltungsräumen. „Eine Besonderheit stellt die Wohngruppe für selbstbestimmtes Wohnen dar, welche in die Anlage integriert wurde“, sagte Wirries. „Die Betreuung der Gruppe wird ebenfalls vom ansässigen DRK angeboten, über die Art und den Umfang der Betreuung entscheiden die Bewohner jedoch selbst.“

    Zum ersten Bauabschnitt gehöre der Neubau eines „smart ideenhaus“, so der Vorstandschef weiter. Dieses Gebäude runde mit 21 öffentlich geförderten und vier freifinanzierten Wohnungen das Wohnungsangebot auch für jüngere Mitglieder der Genossenschaft ab. „Insgesamt hat die Adlershorst ca. 26 Millionen Euro in den ersten von vier Bauabschnitten investiert und mehr als 53 Prozent der Wohnungen öffentlich gefördert errichtet.“ Damit liege die Genossenschaft deutlich über der für das Projekt gemäß B-Plan vorgesehenen Quote von 30 Prozent.

    „Dort, wo es machbar ist, beziehen wir die Möglichkeiten der öffentlichen Wohnraumförderung in unsere Planungen gern mit ein“, sagte Wirries weiter. „Eine solch hohe Förderquote lässt sich jedoch nicht an jedem Standort nachhaltig realisieren.“ Hintergrund ist, dass eine Mehrheit der Stadtvertreterversammlung von Norderstedt vor einigen Wochen beschlossen hatte, die Vergabe öffentlicher Grundstücke für die Errichtung von Wohnraum werde an die Bedingung geknüpft, dass stets 50 Prozent der künftigen Wohnungen öffentlich gefördert werden müssten.

    Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote sagte in seinem Grußwort, das Projekt „Levenslust“ stehe nicht nur für das bezahlbare Wohnen, sondern auch dafür, in einem guten sozialen Umfeld zu wohnen. Hier sei eine Lösung gefunden worden, die die negative Entwicklung eines Menschen „in der Einsamkeit seiner Wohnung“ verhindern könne. Das Gemeinschaftliche müsse sich nicht nur in den urbanen Strukturen einer Stadt, sondern auch in den Strukturen eines Stadtteils und eines Wohngebäudes wiederfinden, sagte der Minister. Es gehe um Vertrautheit und darum, Dinge gemeinsam anpacken und umsetzen zu können.

    Das Land sei bereit aus dem Topf der Wohnungsbauförderung, der jährlich rund 200 Millionen Euro beinhalte, genau solche Gemeinschaftseinrichtungen zu finanzieren und zu fördern, sagte Grote. Das Projekt „Levenslust“ sei eine wohnbegleitende, soziale Aufgabe. Zudem werde dadurch das Wohnungsunternehmen in seiner Rolle als Scharnier zwischen Kommune, der Gesellschaft und den Mieterinnen und Mietern gestärkt. Und Adlershorst übernehme bei diesem Projekt seine Verantwortung vorbildlich. 

    Neubauten aus den 50er Jahren waren nicht mehr zeitgemäß

    Die ADLERSHORST Baugenossenschaft eG hatte in den 50er Jahren mit den Neubauten am Alten Kirchenweg und am Exerzierplatz vielen Menschen ein lang ersehntes Zuhause geschaffen. Die damals modernen und komfortablen Bauten wurden angesichts grassierender Wohnungsknappheit dringend benötigt. Schleswig-Holstein hatte in den Nachkriegsjahren nicht nur den Verlust von Wohnraum durch die erfolgten Angriffe zu verkraften, sondern sah sich auch einem starken Zustrom Geflüchteter gegenüber. So füllte sich das Quartier damals schnell mit Leben und bildete für seine Bewohner eine neue Heimat. 

    
Viele der Bewohner sind geblieben. Die Häuser kamen in die Jahre. Die Zeiten änderten sich und mit ihnen die Anforderungen und Ansprüche an zeitgemäßen Wohnraum. In Zusammenarbeit mit der Stadt Norderstedt entwickelte Adlershorst ein völlig neues Konzept für die Bebauung des Quartiers am Alten Kirchenweg und Am Exerzierplatz, welches den Anforderungen der bestehenden und kommenden Generationen gerecht wird.

    Seit rund zwei Jahren wird nun gebaut, der erste Bauabschnitt des Großprojekts jetzt fertiggestellt: 84 attraktive Seniorenwohnungen sowie zwölf Appartements für selbstbestimmtes Wohnen stehen zum 01. März 2020, bzw. zum 01. April 2020 für ihre neuen Bewohner bereit. 37 der 84 Wohnungen sowie sechs der zwölf Appartements sind mit Fördermitteln errichtet und sichern damit langfristig besonders attraktive Mieten in dem Quartier. 

    Alle Wohnungen des ersten Bauabschnitts sind bereits vermietet, in der Wohngruppe sind noch Plätze verfügbar. Interessierte können sich hierfür bei Adlershorst an Frau Andrea Jansen, Kundencenter Norderstedt, Tel. 040-528 03-111, a.jansen@adlershorst.de wenden.

    Fotos: Adlershorst eG/VNW