VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Ein richtiges Konzept

    VNW-Direktor Andreas Breitner: "Hamburgs künftige wohnungsbauliche Entwicklung wird sich am Ende an den Magistralen entscheiden!"

    165/2019

    Im Zentrum der Diskussion des Internationalen Bauforums 2019, das an diesem Montag in Hamburg beginnt, steht die Entwicklung der Magistralen.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Hamburgs künftige wohnungsbauliche Entwicklung wird sich am Ende an den Magistralen entscheiden. In der Hansestadt wurden seit dem Jahr 2011 mehr als 40.000 Wohnungen gebaut. Die im VNW organisierten Wohnungsunternehmen haben vor allem im Bereich des bezahlbaren Wohnens einen großen Anteil an dieser Erfolgsgeschichte. Allerdings zeigt sich inzwischen, dass die reifen Früchte gepflückt sind. Mit anderen Worten: die guten Baugrundstücke sind bebaut und es wird schwieriger, in den Grenzen Hamburg gutes Bauland zu finden.

    Gutes Bauland ist aber - vor allem angesichts steigender Baukosten - die Voraussetzung dafür, dass auch künftig bezahlbare Wohnungen in ausrechender Zahl errichtet werden können. Und da kommen Flächen in den Blick, die beiderseits von Magistralen liegen. Bislang war das Wohnen dort unattraktiv und im Sinne von Hochwertigkeit kaum möglich.

    Neue Baustoffe, eine geschickte Architektur und moderne Lärmschutzfenster bieten aber inzwischen Möglichkeiten, dass auch an viel befahrenen Hauptstraßen gewohnt werden kann. Die hohen Anforderungen an saubere Fahrzeuge tragen ebenso dazu bei, dass die Luft besser und der Lärm weniger wird. Die Entwicklung moderner Elektrofahrzeuge lässt zudem erwarten, dass der Lärmpegel mittelfristig weiter sinken wird.

    Dass die Stadt sich dir Magistralen annimmt, ist also richtig. Konzepte, was und wie entlang der Hauptstraßen gebaut werden kann, sind überfällig. Zugleich sollte die Stadt die Herausforderungen nutzen, über bürokratische Regelungen nachzudenken. Vorschriften sollten nicht nur bei Bauten an den Hauptstraßen entschlackt werden, sondern in allen Gebieten der Hansestadt.

    Die Entwicklung der Magistralen sollte zudem dem Bau von Systemhäusern einen Schub verleihen. Die städtische Gesellschaft SAGA hat mit ihrem Systemhaus ein tolles und innovatives Projekt umgesetzt. Es ist ein Beispiel dafür, wie man die Baukosten senken kann. Das Saga-Systemhaus hat deshalb das Zeug, die Wohnungswirtschaft zu revolutionieren. Es kann dazu beitragen, dass in Hamburg mehr bezahlbare Wohnungen entstehen. Wenn das künftig vermehrt an den Magistralen geschieht: um so besser. 

    Denn die Zukunft von Hamburg städtebaulicher Entwicklung wie des bezahlbaren Wohnens in der Hansestadt wird an den Magistralen entschieden.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: Christian Charisius/dpa