VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Ein gutes Zeichen

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur Entscheidung der Kieler Regierung, landeseigener Grundstücke für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen.

    171/2019

    Schleswig-Holstein will landeseigene Grundstücke für den sozialen Wohnungsbau vergünstigt an Städte und Gemeinden abgeben. Dies kündigte Finanzministerin Monika Heinold am Montag an. Mit dem Haushaltsentwurf 2020 hat das Kabinett eine entsprechende Änderung des Haushaltsgesetzes auf den Weg gebracht. Darin ist laut Finanzministerium vorgesehen, dass landeseigene Grundstücke an Kommunen oder Dritte unter dem vollen Wert veräußert werden dürfen. Voraussetzung: Die Grundstücke müssen innerhalb von fünf Jahren mindestens zu zwei Dritteln für den sozialen Wohnungsbau genutzt werden.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Nach der Abschaffung von Mietpreis- und Kappungsgrenze macht Schleswig-Holstein einen weiteren wichtigen Schritt, den Bau von bezahlbaren Wohnungen zu ermöglichen. Der Mangel an preiswerten Baugrundstücken ist gegenwärtig eines der größten Hindernisse für jene Unternehmen, die Wohnraum für Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen schaffen wollen. Monika Heinold geht positiv voran und gibt bundesweit ein gutes Beispiel ab.

    Die Kommunen sollte die Entscheidung der Landesregierung als Aufforderung verstehen, in den eigenen Büchern nachzuschauen. Wenn vermehrt auch kommunale Flächen vergünstigt an Wohnungsunternehmen verkauft werden, die darauf bezahlbare Wohnungen errichten, wäre ein großer Schritt zur Entlastung der Wohnungsmärkte getan.

    Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften haben im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein 1250 Wohnungen errichtet. In diesem Jahr sollen es wieder so viele werden. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei 5,75 Euro und damit deutlich unter den regionalen Mietspiegeln. VNW-Unternehmen würden gern mehr bauen, scheitern derzeit aber oft an dem Mangel an geeigneten Grundstücken.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: AdobeStock/Marco2811