VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Ein Armutszeugnis

    VNW-Direktor Andreas Breitner kritisiert massiven Rückgang beim Wohnungsbau in Mecklenburg-Vorpommern: "Zeichen der Zeit erkennen!"

    Von einem Bauboom kann nach Einschätzung des Bauverbandes Mecklenburg-Vorpommern im Land keine Rede sein. Die Umsatzsteigerung sei gering und hinke der deutschlandweiten Entwicklung weit hinterher, teilte der Verband am Freitag in Schwerin mit. Der Umsatz beim Wohnungsbau sei von Januar bis September um fast 20 Prozent zurückgegangen.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)

    „Wer jetzt noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt hat, dem ist nicht mehr zu helfen. 20 Prozent Rückgang beim Wohnungsbau ist ein Armutszeugnis. Der Grund liegt, wie auch der Bauverband erklärte, darin, dass Städte und Gemeinden zu wenig Bauland zur Verfügung stellen und bei den Planungen für neue Wohngebiete nicht vorankommen. Zudem fehlt es an attraktiven Förderprogrammen für den Wohnungsbau. Ohne staatliche Unterstützung sind aber bezahlbare Wohnungen nicht zu errichten.

    Erschwerend kommt hinzu, dass die Preise in der Bauwirtschaft nach wie vor ungebremst steigen. Ferner macht sich die verfehlte Personalpolitik der vergangenen Jahre in der Baubranche bemerkbar. Manchmal fehlt schlicht das Personal. Selbst wer bauen will, hat Schwierigkeiten, Baufirmen unter Vertrag zu nehmen."

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    Foto: dpa/Stefan Sauer