VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Meldungen

    Ein Alarmsignal

    VNW-Direktor Andreas Breitner zum Umsatzrückgang im Wohnungsbau: "Der Bau bezahlbarer Wohnungen muss Bürgermeisterchefsache werden."

    05/2019

    Die Bauwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern hat einen deutlichen Umsatzrückgang im Wohnungsbau beklagt. Wie Hauptgeschäftsführer Jörg Schnell am Dienstag in Schwerin mitteilte, sei in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum der Umsatz um 12,7 Prozent zurückgegangen. Zwar seien im Land eine Reihe von Wohngebieten in Planung und der Bedarf an Wohnraum steige. Allerdings müssten Baugenehmigungen schneller erteilt und mehr bezahlbare Grundstücke ausgewiesen werden, forderte Schnell.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die von der Bauwirtschaft veröffentlichten Zahlen sind ein Alarmsignal. Seit Monaten warten die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften darauf, dass die Landesregierung eine neue Förderrichtlinie veröffentlicht und so dem Bau bezahlbarer Wohnungen einen Schub verleiht. Die VNW-Unternehmen stehen in den Startlöchern. Sie bauen, wenn man sie lässt.“

    Der Umsatzrückgang zeigt, dass nicht populistische Forderungen nach mehr Regulierung oder bürokratische Regelungen wie die Einführung einer Mietpreisbremse in Rostock und Greifswald bezahlbare Wohnungen schaffen. Allein Wohnungsunternehmen können das tun. Dazu benötigen sie die richtigen Bedingungen. Ich bin zuversichtlich, dass in der Landesregierung jeder verstanden hat, dass in der Praxis umsetzbare Regeln den Wohnungsbau beschleunigen.

    Die Forderung der Bauwirtschaft, Baugenehmigungen rascher zu erteilen und mehr bezahlbare Grundstücke auszuweisen, teile ich uneingeschränkt. Hier sind die Bürgermeister der Kommunen gefordert. Wohnungsbau muss zur Chefsache werden. Angesichts der Kommunalwahlen am 26. Mai erwarte ich, dass sich hier rasch etwas ändern wird.“

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossen-schaften und Wohnungsgesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: dpa/Jens Büttner