VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Der Staat muss schützen

    Nach Brandanschlag in Kiel: Norddeutsche Wohnungswirtschaft sucht das Gespräch mit dem schleswig-holsteinischen Landeskriminalamt.

    20/2020

    Nach dem Brandanschlag auf das Kieler Büro des Wohnungsunternehmens Vonovia sucht die  norddeutsche Wohnungswirtschaft jetzt das Gespräch mit dem schleswig-holsteinischen Landeskriminalamt. 

    „Wir erwarten  Hilfe und beruhigende Informationen über die polizeilichen Ermittlungsansätze“, erklärte Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), am Dienstag. „Wir erwarten, dass der Staat unsere Mitgliedsunternehmen und vor allem deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Brandanschlägen, körperlicher Gewalt und Sachbeschädigungen schützt.“ 

    Breitner sagte weiter: „Gewalt verunsichert Menschen und lässt sie verletzt und verstört zurück. Die linksextremistischen Gewalttäter haben angekündigt, weitere Taten in Schleswig-Holstein begehen zu wollen. Das klingt bedrohlich und ist geeignet, Menschen und deren Leben zu gefährden. 

    Für mich schaffen diejenigen, die in der wohnungspolitischen Diskussion die Vermieter in Deutschland pauschal verunglimpfen und etwa als Heuschrecken und Miethaie bezeichnen, ein Klima der Gewalt. Sie sind mindestens mitverantwortlich für die Eskalation. Aus Empörung wird Hysterie und eben Gewalt. Die Hemmschwelle sinkt und das Motto ‚Es-trifft-schon-die-Richtigen‘ erhält die Oberhand. 

     Der VNW vertritt in Norddeutschland ausnahmslos anständige Vermieter, die ihre Bestände hegen und pflegen und niedrige Mieten garantieren. Aber unabhängig davon, welches Geschäftsmodell welcher Vermieter für sich betreibt: niemand darf dadurch in seinem Leben, seiner Gesundheit oder seinem Eigentum gefährdet werden. Das geht nicht.“

    Bislang unbekannte Täter hatten am Wochenende einen Brandanschlag auf ein Bürogebäude des Wohnungsunternehmens Vonovia in Kiel verübt. Nach Angaben der Polizei schlugen die Täter eine Scheibe des Büros im Stadtteil Wik ein und legten mit Hilfe eines Brandbeschleunigers Feuer.

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 378 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 738.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,92 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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