VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Der Krisenindikator

    VNW-Direktor Andreas Breitner zu den gestiegenen Wohngeldzahlungen: "Wenn die Zahlungen zunehmen, zeigt das, dass unser System funktioniert.

    84/2020

    Die Corona-Krise und die Wohngelderhöhung zu Jahresbeginn haben die Wohngeldzahlungen in Mecklenburg-Vorpommern um 19 Prozent ansteigen lassen. In diesem Jahr seien bislang 19 Millionen Euro an Haushalte mit entsprechend geringem Einkommen überwiesen worden, teilte das zuständige Infrastrukturministerium in Schwerin der Deutschen Presse-Agentur mit. Das seien drei Millionen Euro mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Wohngeld ist der Krisenindikator. Wenn die Zahlungen zunehmen, zeigt das, dass unser System funktioniert. Den von der Corona-Pandemie betroffenen Menschen konnte auf diesem Wege am schnellsten geholfen werden. Das macht in den betroffenen Haushalten sicher nicht alles wieder gut, nimmt den Menschen aber zunächst einmal die größten Sorgen.

    Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften haben von Anfang an in Not geratenen Mieterinnen und Mieter beraten und dabei auf die staatlichen Sozialleistunen wie Wohngeld oder Grundsicherung verwiesen.

    Die Stundung der Miete sollte nur der letzte Schritt sein. Schließlich muss das Geld später nachgezahlt werden. Sozialleistungen hingegen müssen nicht zurückgezahlt werden. Die Änderungen des Sozialgesetzbuches helfen, dass Mieterinnen und Mietern sich infolge der Corona-Pandemie nicht verschulden müssen.

    Entscheidend ist allerdings, dass die betroffenen Mieterinnen und Mieter die ihnen zustehenden Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Deshalb sollten sie unbedingt das Gespräch mit ihrer Genossenschaft oder ihrem Vermieter suchen. Gemeinsam lässt sich schnell herausfinden, ob und welcher Höhe ein Anspruch auf Sozialleistungen besteht.“

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 384 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 738.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,92 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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