VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Der erste Schritt

    VNW-Direktor Andreas Breitner würdigt das Projekt „Frauen_Wohnen“ des Frauenministerium von Schleswig-Holstein.

    Ein Jahr nach Beginn des Projekts „Frauen_Wohnen“ konnte eine positive Zwischenbilanz gezogen werden. Bislang wurden 32 Frauen mit 43 Kindern aus einem Frauenhaus in eigene Mietwohnungen vermittelt. Hier konnten vor allem die VNW Mitgliedsunternehmen helfen und zu dieser erfreulichen Zwischenbilanz beitragen.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Eine eigene Wohnung bietet Sicherheit, Geborgenheit und im Falle der betroffenen Frauen die Chance, das Leben wieder in die eigenen Hände nehmen zu können. Die Wohnung ist für sie auch ein notwendiger Schutzraum.

    Die im VNW-organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften sind Vermieter mit Werten. Sie haben stets das Wohlbefinden ihrer Mieterinnen und Mieter im Blick. Insofern sind wir froh, dass wir das schleswig-holsteinische Frauenministerium als Initiator und den Paritätischen Wohlfahrtsverband als Projektträger mit dem unterstützen, was wir einbringen können, nämlich Wohnungen.

    Um so mehr freue ich mich, dass die Frauen bei diesen Unternehmen nicht nur Schutz gefunden, sondern auch die Chance erhalten haben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie müssen sich jetzt nicht mehr sorgen, dass sie ihre Wohnung verlieren und ohne Dach über dem Kopf dastehen. 

    Vielleicht werden sie später einmal sagen: 'Meine eigene Wohnung war mein erster Schritt in ein neues Leben.'“


    Das Projekt „Frauen_Wohnen“ wurde im November 2017 gestartet. Ziel ist es, Bewohnerinnen der landesweit 16 Frauenhäuser und ihren Kindern eigene Wohnungen zu vermitteln, sofern für sie kein akuter Schutzbedarf mehr besteht. Dadurch wird in den Häusern auch Platz für weitere schutzbedürftige Frauen geschaffen.

    Die Projektphase endet am 31. Dezember 2022. Bis dahin stellt das schleswig-holsteinische Frauenministerium 800.000,00 Euro jährlich zur Projektumsetzung zur Verfügung. Die Fördermittel werden unter anderem verwendet, um eigens eingerichtete regionale Servicestellen an verschiedenen Standorten zu betreiben. 

    Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dieser Anlaufstellen kümmern sich beispielsweise um die wohnungsbezogene Beratung der Frauen, die Wohnungsakquise und -vermittlung und bilden Schnittstellen zu den Frauenhäusern und Frauenfachberatungsstellen. Ferner dient die Förderung dazu, Kooperationsvereinbarungen mit der Wohnungswirtschaft und mit Vermietern zu schließen.

    Wenn es nicht zu vermeiden ist, schließen die Träger der Servicestellen auch befristete Mietverhältnisse im eigenen Namen ab und geben den Wohnraum über Untermietverhältnisse an die Frauen weiter. Langfristiges Ziel ist immer ein eigenständiges Mietverhältnis der Frauen.

     

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossen-schaften und Wohnungsgesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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