VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Debatte über die GWG

    Gut 200 Menschen kamen am Mittwoch in Grimmen zu einer Informationsveranstaltung über den Verkauf der städtischen Wohnungsgesellschaft.

    Am 2. Dezember entscheiden 8500 Stimmberechtigte in Grimmen in einem Bürgerentscheid, ob die städtische Wohnungsgesellschaft GWG mit ihren 1500 Wohnungen an einen privaten Investor verkauft wird. Am Mittwochabend diskutierten im Kulturhaus „Treffpunkt Europa“ darüber, ob dieser Schritt richtig ist oder nicht.

    VNW-Direktor Andreas Breitner machte in der Diskussionsrunde deutlich, dass es zur Privatisierung der GWG ernsthafte Alternativen gebe. So können die GWG saniert oder mit einer anderen Genossenschaft fusioniert werden. Vor allem sei es nur ein Mal möglich, die Wohnungen zu verkaufen. Die Stadt verliere bei einem Verkauf die Möglichkeit, bezahlbaren Wohnraum auf Dauer anzubieten. Der VNW sei bereit, seine Expertise einzubringen, wenn die GWG nicht privatisiert werde.

    In der Fragerunde äußerten sich die Bürgerinnen und Bürger vor allem besorgt darüber, dass nach einem Verkauf die Mieten steigen. Andere beklagten, dass zu wenig und viel zu spät die Öffentlichkeit informiert wurde. So fragte ein Bürger, ob es wirklich zwingend nötig sei, die GWG zu verkaufen. GWG-Geschäftsführer Dettmann sagte, dass die Schulden der Gesellschaft bei rund 40 Millionen Euro lägen. Das Anlagevermögen liege bei rund 42 Millionen Euro.

    Vertreter des potentiellen Käufers, die Hillebrand-Gruppe, erklärten sich in der Diskussion zu langfristigen Mietverträgen bereit. Außerdem wolle man die Mieten nicht über ein normales Maß erhöhen. Zudem sagte Katharina Hillebrand die Sanierung der Wohnungen zu.