VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Chance für enge Wohnungsmärkte

    VNW-Direktor Andreas Breitner diskutierte auf der Messe Nordbau in Neumünster über die Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung.

    Neumünster. Die Digitalisierung ist nach den Worten von Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), eine große Chance, enge Wohnungsmärkte zu entlasten.

    Derzeit sei es beispielsweise In Hamburg schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu mieten, sagte Breitner am Freitag auf der Messe „Nordbau“ in Neumünster. Wenn allerdings infolge der Digitalisierung auch der ländliche Raum flächendeckend mit Breitbandverbindungen, die schnelles Internet ermöglichten, versorgt sein werde, könnte es für viele Mitarbeiter Hamburger Unternehmen möglich sein, außerhalb der Hansestadt zu arbeiten.

    Die Wohnungswirtschaft sei keine Insel, die sich von der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung abkoppeln könnte, fügte Breitner hinzu. Wichtig sei, dass es einen Mehrwert für die Mieter und das Wohnungsunternehmen gebe. „Wir bauen kein Schickimicki ein, sondern das, was nachgefragt wird“, sagte Breitner. „Der wichtigste Parameter ist aber immer die Bezahlbarkeit der Wohnung.“ Mit Blick auf sogenannte Assistenzsysteme meinte der VNW-Direktor, es gehe darum, dass Menschen möglichst bis ins hohe Alter in ihrer eigenen Wohnung leben könnten.

    Die größte Baumesse Nordeuropas ist zum 17. Mal in Folge ausgebucht. Auf 69.000 Quadratmetern Freigelände und mehr als 20.000 Quadratmetern Hallenfläche präsentieren rund 800 Aussteller aus 13 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen. Dazu gibt es Vorträge und Beratungen. Die Messe richtet sich an Profis genauso wie Häuslebauer oder Modernisierer.

    In diesem Jahr ist der aktuelle Trend „safe@home - Sicherheit und SmartHome fürs Zuhause“ ein Schwerpunkt. Dabei gehe es vor allem darum, mit digitaler Technik und Vernetzung mehr Sicherheit im Haus zu schaffen. Das gelte insbesondere fürs das Wohnen im Alter. Die Herausforderung laute, wie können alte Menschen möglichst lange selbstständig in ihrem Zuhause leben?

    Die VNW-Mitgliedsunternehmen verwalten derzeit in Schleswig-Holstein rund 168.000 Wohnungen. Im vergangenen Jahr investierten die Wohnungsgenossenschaften und kommunalen Wohnungsgesellschaften rund 388 Millionen Euro in den Neubau, die Instandhaltung und die Modernisierung von Wohnraum. Dieses Jahr sollen es 427 Millionen Euro werden. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Mitgliedsunternehmen derzeit bei 5,62 Euro.