VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Bundesmittel korrekt verwenden!

    Die Landesregierungen in Kiel, Schwerin und Hamburg setzten im vergangenen Jahr Geld aus Berlin auch für die Förderung von Wohneigentum ein.

    Die drei norddeutschen Bundesländer haben im vergangenen Jahr Bundesmittel, die für den Bau von Sozialwohnungen bereitgestellt wurden, auch für Maßnahmen im Bereich Eigentumswohnungen verwendet. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, über die die Deutsche Presse-Agentur dpa berichtete.

    Der Regierungsantwort zufolge wurden mit Hilfe der sogenannten Entflechtungsmittel in Hamburg 1358 „Eigentumsmaßnahmen“ finanziert. In Schleswig-Holstein waren es 2362 und in Mecklenburg-Vorpommern 452.

    In Mecklenburg-Vorpommern kam hinzu, dass ein Teil der Bundesmittel „außerhalb der Wohnraumraumförderung“ eingesetzt wurde. So flossen von den 60,32 Millionen Euro, die das Land vom Bund erhielt, 21,32 Millionen Euro in andere Bereiche als den Wohnungsbau.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Geld, das für den Bau bezahlbarer Wohnungen vom Bund zur Verfügung gestellt wird, sollte bis auf den letzten Cent auch in den Bau von Wohnungen fließen, die sich Haushalte mit mittleren und kleineren Einkommen leisten können. Die zuständigen Ministerien in Kiel und Schwerin sowie die Stadtentwicklungsbehörde in Hamburg sind gefordert, dafür zu sorgen, dass das Geld auch in die richtigen Hände gelangt.“

    „In allen drei Bundesländern müssen in den kommenden Jahren Tausende bezahlbare Wohnungen errichtet werden. Dafür ist jeder öffentliche Cent notwendig. Nur so lässt sich vermeiden, dass Ottonormalverdiener an den Rand von Städten gedrängt werden. Anstatt Finanzmittel des Bundes für die Förderung von Wohneigentum einzusetzen, wäre es sinnvoll, dass die Bundesländer dieses Geld mit eigenen Mitteln aufstocken.“ (dpa/os)

    Foto: dpa/Alexander Heinl