VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Bürokratischer Aufwand ist zu hoch

    Norddeutsche Wohnungswirtschaft: Beim Wohnungsbau in Kiel ist noch Luft nach oben. Es gibt guten Dialog, aber der Teufel steckt im Detail.

    146/2019

    Die „Kieler Nachrichten“ berichteten am Wochenende über die Bautätigkeit in Kiel. In diesem Text verweist Oberbürgermeister Ulf Kämpfer auf das Projekt „Marthas Insel“, wo Wohnungen entstehen, die den Grundstock der neuen kommunalen Wohnungsbaugesellschaft stellen sollen. Zudem wird der Politiker wie folgt zitiert: „Wir haben schon eine Dynamik im Wohnungsbau, von der wir aber noch mehr brauchen. Ich wünschte und strenge mich dafür an, dass wir noch viel, viel mehr von diesen Orten in Kiel bekommen.“

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)

    „Oberbürgermeister Ulf Kämpfer hat die Dringlichkeit des Bau bezahlbarer Wohnungen erkannt und will die Voraussetzungen dafür verbessern - das ist gut so. Er kann sich darauf verlassen, dass die die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften auch künftig die erste Adresse bleiben, wenn es darum geht, bezahlbaren Wohnraum zu errichten. VNW-Unternehmen berichten von einer ‚vielschichtigen’ Situation in Kiel - es ist also nicht alles gold, was glänzt. Einerseits machen sie die Erfahrung eine intensiven und konstruktiven Austauschs. So ist in der Verwaltung viel guter Wille vorhanden, die Intensivierung der Bautätigkeit für Wohnraum zu unterstützen. Andererseits bleibt die Größe der Verwaltung von Kiel eine Herausforderung. Sehr viele Fachbereiche sind in die Abstimmung von Details involviert. Diesen hohen bürokratischen Aufwand tragen oftmals die Bauherren. Wohnungsbauprojekte sollten daher nicht nur in der Anbahnung, sondern auch in der Umsetzung noch mehr zur Chefsache werden.“

    Dr. Ulrik Schlenz, Mitglied des Vorstands der Wankendorfer Baugenossenschaft für Schleswig-Holstein eG, erklärt dazu: „Es gibt vielfach einen guten Dialog und eine hohe Bereitschaft der Unterstützung lokaler Akteure. Der Teufel steckt aber wie so häufig im Detail der Umsetzung und in den durch knappe Kapazitäten bedingten langen Verfahren. Was die Zukunft der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft KIWOG angeht, so ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses zwischen den Wohnungsmarktakteuren und der Stadt auf dem Weg. Ob die KIWOG künftig die Erwartungen der Politik erfüllen kann, wird man sehen.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: dpa/Carsten Rehder