VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Bezahlbaren Wohnraum bevorzugen!

    Die LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg legt ihren jährlichen Immobilienatlas vor. Der VNW mahnt die Kommunen vor Fehlentwicklungen.

    Hamburg - Dem am Dienstag vorgestellten Immobilienatlas der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg zufolge steigen die Preise für Wohneigentum im Großraum Hamburg weiter. Eine hohe Nachfrage treffe auf ein knappes Angebot, erklärte das Finanzinstitut. Im sogenannten Hamburger Speckgürtel seien im vergangenen Jahr zudem erstmals mehr neugebaute Eigentumswohnungen als Eigenheime angeboten worden.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die Entwicklung macht deutlich, wie groß der Verdrängungswettbewerb und die Herausforderungen für die Errichtung bezahlbaren Wohnraums sind. Die Kommunen müssen darauf achten, dass das Angebot von Wohnungen für Mieterinnen und Mieter mit geringerem Einkommen nicht der Renditejagd von Wohlhabenden zum Opfer fällt.“

    „Eines der größten Probleme ist es, Baugrundstücke zu erhalten. Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften erleben allzu oft, dass am Ende derjenige den Zuschlag für ein Grundstück bekommt, der den höchsten Preis bezahlt. Dabei müsste es derjenige sein, der dauerhaft die niedrigsten Mieten garantiert. Das ist aber nicht der Fall. Auf Dauer werden Normalverdiener so aus dem Hamburger Umland verdrängt.“

    „Um auch künftig ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu errichten, sollten Kommunen Baugrundstücke vermehrt an jene Unternehmen verkaufen, die sich verpflichten, künftige Wohnungen mehrere Jahrzehnte zu bezahlbaren Mieten zu offerieren.“

    Foto: dpa/Ulrich Perrey