VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Bezahlbare Barrierefreiheit

    VNW-Direktor Andreas Breitner: Die Barrierefreiheit einer Wohnung ist wichtig - sie muss aber am Ende auch bezahlbar sein

    Der Bürgerbeauftragte in Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Crone, hat mehr Anstrengungen gefordert, um Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft zu integrieren. Zwar werde beim Neubau von Wohnungen darauf geachtet, dass ein Teil dieser Wohnungen auch für Menschen mit Handicaps nutzbar sei. Allerdings sei der Bedarf an barrierefreien und bezahlbaren Mietwohnungen höher als das Angebot. Crone kritisierte, dass die gesetzlichen Vorgaben in der Bauordnung unzureichend seien.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Barrierefreiheit ist ein wichtiges Merkmal, wenn es darum geht, eine neue Wohnung zu bauen oder eine bestehende Wohnung zu modernisieren. Die im VNW organisierten Unternehmen sorgen mit Millioneninvestitionen dafür, dass Menschen mit Handicap oder ältere Menschen überall im Land eigenständig in ihren Wohnungen leben können. So wird das staatliche Förderprogramm für den Einbau von Personenaufzügen und Lifte sowie für barrierearmes Wohnen gerade von unsere Verbandsunternehmen intensiv genutzt.

    Allerdings darf bei all diesen Maßnahmen nicht die Bezahlbarkeit von Wohnraum vergessen werden. Wenn am Ende die Wohnung auch für Haushalte mit mittleren und geringen Einkommen bezahlbar sein soll, muss genau gerechnet werden, was geht und was nicht geht.

    Einfach die Anforderungen in der Bauordnung zu erhöhen, löst das Problem nicht. Je mehr von einer Wohnung verlangt wird, desto teurer wird sie. Es wäre am Ende nicht sinnvoll, wenn die Wohnung mit allem, was der Markt hergibt, ausgestattet ist, die Menschen sich die Miete aber nicht leisten können.

    Hinzu kommt, dass die Wohnungsunternehmen derzeit mit heftig steigenden Baukosten zu kämpfen haben. So erhöhten sich in den vergangenen zwanzig Jahren die Rohbaukosten um ein Drittel und die Technikkosten um 150 Prozent.“

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossen-schaften und Wohnungsgesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de 

    Foto: Adobe Stock/Dan Race