VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Meldungen

    BETA-Nord spart Kosten

    Rund 20 VNW-Unternehmen beteiligen sich an dem Energieeffiziensprojekt. CO2-Ausstoß wird um bis zu 3000 Tonnen pro Jahr reduziert.

    Gut eineinhalb Jahre nach dem offiziellen Start des Energieeffizienzprojekts „BETA-Nord“ haben Stephanie Ladwig, Landrätin des Kreises Plön, und Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), eine positive Bilanz des Projekts gezogen.

    Bei Liegenschaften des Kreises habe man den Ausstoß von Kohlendioxid jährlich um 600 Tonnen reduzieren können, sagte Landrätin Stephanie Ladwig am Freitag in Preetz. Das bedeute 15 Prozent weniger Energiekosten. Nach den Worten von VNW-Direktor Andreas Breitner beteiligen sich derzeit rund 20 VNW-Unternehmen mit 80 Heizungsanlagen an diesem Projekt. „Davon profitieren die Mieterinnen und Mieter von rund 4000 Wohnungen. Jedes Jahr werden rund 3000 Tonnen CO2 eingespart.“

    Im Rahmen von BETA-Nord werden Heizungsanlagen mit moderner Messtechnik ausgestattet. Dadurch wird ermöglicht, die Betriebsdaten wie Temperatur und Verbrauch in Echtzeit auszulesen und zu visualisieren. Zudem ist es möglich den Betrieb jederzeit zu überwachen, online einzusehen und bei Störungen unmittelbar einzugreifen. Neben der Einsparung von Energie lassen sich die Anlagen kostengünstiger und länger betreiben.

    „Das Projekt BETA-Nord startete offiziell im Herbst 2016“, sagte Breitner. „Derzeit haben 17 Unternehmen insgesamt 80 Anlagen registriert. Zunächst ging es darum, geeignete Messtechnik zu installieren und die Temperaturdaten zu visualisieren. Inzwischen können vorhandene Geräte zahlreicher Hersteller ausgelesen und die Daten verwendet werden. In vielen Fällen ist auch eine Betreuung der Heizanlage per Ferneinstellung möglich. Teilnehmer können sich über den Nutzungsgrad der Anlage und die Verbrauchsdaten informieren.“

    „BETA-Nord sorgt für Handlungssicherheit“, sagte der VNW-Direktor weiter. Die Echtzeit-Informationen aus dem Monitoring liefern jederzeit eine fundierte Grundlage für Entscheidungen in Bezug auf die Anlage. So lässt sich beispielsweise die Frage beantworten, ob bei einer Störung überhaupt ein Notdienst beauftragt werden muss und ob die Störung sich über das Internet aus der Ferne beheben lässt?“

    „Der Klimaschutz ist für die VNW-Unternehmen ein Herzensanliegen“, sagte Breitner. „Bei der Sanierung, der Modernisierung und dem Neubau nutzen Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften die umfangreichen Möglichkeiten des Energiesparens seit vielen Jahren. Dabei legen die im VNW organisierten Unternehmen großen Wert auf Qualität, da sie ihre Wohnungen über Jahrzehnte verwalten und zugleich auf bezahlbare Mieten achten.“

    „Das Projekt BETA-Nord zeigt, wie der Energieverbrauch reduziert werden kann“, fügte Breitner hinzu. „Nur eine überwachte Anlage erreicht und behält dauerhaft ihre mögliche Betriebseffizienz. Der daraus resultierende Beitrag zu Energieeinsparung und Klimaschutz liegt auf der Hand.“

    „Die Heizungsanlagen, die mit der BETA-Box ausgestattet wurden, lassen sich kostengünstiger betreiben. Das Monitoring ermöglicht den dauerhaft bestimmungsgemäßen Anlagenbetrieb. Dadurch erhält die Anlage eine längere Lebensdauer und verursacht weniger Störungen und Reparaturaufwand. Damit können die Wohnungsunternehmen Geld bei der Wartung und der Reparatur sparen. BETA-Nord ist somit für alle ein Gewinn.“

    „Angesichts steigender Aufwendungen für den Neubau oder die Sanierung von Wohngebäuden ist für VNW-Unternehmen die effiziente Nutzung technischer Anlagen von besonders großem Vorteil. Sie hilft den Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften, die Mieten niedrig zu halten und bezahlbaren Wohnraum anzubieten.“

    FOTO: VNW