VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Entgegenkommen bei Erbpacht

    VNW-Direktor Andreas Breitner zu Finanzsenator Andreas Dressel: "Auch wir haben noch eine Rechnung offen, Herr Senator!"

    33/2019

    Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) will die Verlängerung von Erbbaupachtverträgen für städtische Grundstücke sozialverträglich abfedern. Wie NDR 90,3 berichtete, traf er sich am Sonntag mit betroffenen Familien in Wandsbek.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Dass die Freie und Hansestadt Hamburg den Pächtern von städtischen Grundstücken bei der Verlängerung ihrer Erbpachtverträge entgegen kommt, ist gut und richtig. Viele unserer Mitgliedsunternehmen, die bereits seit Jahrzehnten in guten Lagen bezahlbaren Wohnraum auf städtischen Erbbaugrundstücken vermieten, haben eine ähnliche Erwartung.

    Nur, wenn der Finanzsenator auch bei den auslaufenden Erbpachtverträgen in Winterhude, Ottensen oder Bahrenfeld seine Gewinnerzielungsabsicht zugunsten des bezahlbaren Wohnraums reduziert, kann die Stadtentwicklungssenatorin mit ihrer Werbung für Erbpacht bei den Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften erfolgreich sein. 

    Unsere Mitgliedsunternehmen haben eigene – und leider keine guten – Erfahrungen mit Erbpachtverträgen gemacht, die nun nach 80 Jahren auslaufen. Nicht zuletzt deshalb wollen sie vorrangig Grundstücke kaufen, anstatt neue Erbpachtverträge mit der Stadt abzuschließen.

    Wenn für eine Pachtverlängerung oder gar Ablöse allein der aktuelle Bodenrichtwert als Maßstab herangezogen wird, ist dies oft nicht nur belastend, sondern schlicht unbezahlbar. Wir wünschen uns, dass sich auch hier die Politik an der Wirklichkeit orientiert und zum Beispiel die Garantie dauerhaft bezahlbarer Mieten bei der Preisbildung berücksichtigt wird.

    Wir wünschen uns, dass hier auch ‚Politik auf Wirklichkeit‘ trifft und zum Beispiel die zukünftige Nutzung wie dauerhafte Vermietung zu bezahlbaren Preisen berücksichtigt wird. Auch wir haben noch eine Rechnung offen, Herr Senator.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: AdobeStock/Carl-Jürgen Bautsch