VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Auch Kommunen fördern

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur Diskussion über einen Notkredit: "Eine weitere Erhöhung der sozialen Wohnraumförderung wäre sinnvoll!"

    126/2020

    Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold plant einen 4,5-Milliarden Notkredit. Sie will die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie im Land abfedern. Dafür braucht sie aber die SPD. Die Sozialdemokraten fordern eine deutliche Erhöhung der sozialen Wohnraumförderung, eine Verbesserung der Schulbus-Situation und 150 Millionen Euro für die Sanierung der Krankenhäuser im Land vor.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat in der jüngeren Vergangenheit mit der Abschaffung der Mietpreisbremse und der Erhöhung der staatlichen Wohnraumförderung auf jährlich rund 200 Millionen Euro richtige wohnungspolitische Entscheidungen getroffen. Die weitere Erhöhung der sozialen Wohnraumförderung passt in diese Reihe, weil vor allem an den Küsten, in der Nähe Hamburgs und in den städtischen Zentren bezahlbarer Wohnraum schwierig zu finden ist.

    Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften haben im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein 1160 Wohnungen schlüsselfertig übergeben. Ihre monatlich Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt im Durchschnitt bei 5,99 Euro. Eine höhere öffentliche Wohnraumförderung würde für Kontinuität im Wohnungsbau sorgen. Das wiederum würde auch dazu führen, dass die Bauunternehmen Planungssicherheit erhalten und dauerhaft mehr Arbeitsplätze schaffen würden.

    Schleswig-Holstein hat schon jetzt nahezu optimale und eng mit der Wohnungswirtschaft abgestimmte Förderbedingungen. Über das finanzielle Volumen entscheidet aber die Landesregierung. Hier ist der Vorstoß der SPD richtig und gut.

    Die größten Herausforderungen beim Bau bezahlbarer Wohnungen sind derzeit die exorbitant gestiegenen Baupreise, der Wandel zu einer CO2-neutralen Gesellschaft und der Mangel an geeignetem Bauland. Beim Letzteren sind vor allem die Kommunen gefordert, weil sie entscheiden, was wo gebaut wird. Daher wäre es sinnvoll, Förderprogramme so zu entwickeln, dass auch Kommunen etwas davon haben, wenn sie bezahlbaren Geschosswohnungsbau ermöglichen.“

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 389 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 742.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 6,04 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg(at)vnw.de

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