VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    20 Prozent unter dem Mietspiegel

    Die Wohnungen der Hamburger Genossenschaft sind seit vielen Jahren bezahlbar und sie werden es auch in Zukunft bleiben.

    Hamburg. Die Mieten von Genossenschaftswohnungen in Hamburg trotzen dem Aufwärtstrend am Markt und sind nach wie vor vergleichsweise günstig. Das ergab eine Erhebung des Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. unter seinen Mitgliedsunternehmen, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden.

    Demnach lag die Durchschnittsmiete für diese Wohnungen in den vergangenen fünf Jahren stets rund 20 Prozent unter den Werten des Hamburger Mietenspiegels. Im vergangenen Jahr habe die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter in Hamburger Genossenschaftswohnungen 6,77 Euro betragen. Bei Neuvermietungen seien es 7,66 Euro pro Quadratmeter gewesen.

    „Die Daten belegen einmal mehr eindrucksvoll, dass die Wohnungsbaugenossenschaften für bezahlbaren Wohnraum für die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt stehen“, sagte Monika Böhm, Vorstandsvorsitzende des Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. „Die Genossenschaften sind und bleiben die Mietpreisbremse dieser Stadt.“

    Die Erhebung unter den Wohnungsbaugenossenschaften zeige zudem, dass auch die durchschnittlichen Mieten der aus der Wohnungsbauförderung ausgelaufenen Wohnungen aus den vergangenen fünf Jahren derzeit acht Prozent günstiger seien als der Durchschnittssatz von 6,77 Euro pro Quadratmeter, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Durchschnittsmiete dieser Wohnungen betrage lediglich 6,21 Euro/Quadratmeter Wohnfläche.

    Die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften investierten nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr rund 680 Millionen Euro in den Neubau, die Modernisierung und die Instandhaltung bezahlbarer Wohnungen. „Für 2019 planen die Genossenschaften mit 767 Millionen Euro“, sagte Monika Böhm. 2018 stellten die Genossenschaften eigenen Angaben zufolge 1.107 Wohnungen fertig, in diesem Jahr sollen es 1.398 werden.

    Rund 70 Prozent der genossenschaftlichen Neubauten würden öffentlich gefördert errichtet – obwohl der Hamburger Senat dies nur für ein Drittel der Neubauten verlange, erklärte die Genossenschaften. „Viele Genossenschaften bauen ihre neuen Wohnungen im ersten und zweiten Förderweg sogar zu 100 Prozent gefördert“, so Monika Böhm. „Das alles machen wir freiwillig, ohne Auflagen der Stadt, sondern in der Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern.“

    Die im Verein organisierten 30 Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften zählen derzeit rund 225.000 Mitglieder und haben 132.400 Wohnungen in allen sieben Bezirken Hamburgs sowie in einigen Randgemeinden. Das entspricht rund 20 Prozent aller Hamburger Mietwohnungen. Etwa ein Viertel davon ist öffentlich gefördert. Rund 2.500 Mitarbeiter und knapp 200 Auszubildende haben die Wohnungsbaugenossenschaften der Hansestadt derzeit.

    Foto: HANSA Baugenossenschaft eG/Robert Schlossnickel